Roermond / Essen – Wie in vielen Großstädten sind auch in der Ruhrgebietsmetropole Essen zahlreiche Schulen sanierungsbedürftig. So auch die Andreas- und die Sternschule im Stadtteil Rüttenscheid. Häufig müssen Schüler und Lehrer während der Sanierungsarbeiten in provisorischen Containerbauten die Zeit überbrücken, bis ihre Schule wieder bezugsfertig ist. In Essen entschied man sich für einen dauerhaften und nachhaltigen Holzmodulbau, der die Schülerinnen und Schüler zuerst der Andreas- und der Sternschule übergangsweise, aber eben doch angemessen beherbergt. Auch in der Zukunft wird das schmucke Gebäude bei Arbeiten an umliegenden Schulen als komfortables Ausweichquartier genutzt.
Das architektonische Konzept der Sehw Architekten aus Berlin nutzt die Topografie des Geländes. Im südwestlichen Bereich des Baufeldes, wo das Grundstück eine Senke bildet, ragt das Gebäude über das Terrain hinweg. Die umlaufenden Balkone verleihen ihm Leichtigkeit. So schafft die Gestaltung eine zwar visuell kraftvolle, dabei aber spielerische Architektur, die den umgebenden Park für die Nutzung durch die Schüler*innen sowie die Bewohner*innen der Nachbarschaft ins Gesamtkonzept mit einbezieht. Damit entsteht ein „Lernen im Park“, bei dem die Schüler*innen in einer natürlichen Umgebung ihre Pausen verbringen und die Schule das Gelände als erweiterten Lernort nutzen kann.
Schule im Park
Von der Straße ergeben sich dank der großzügig verglasten Eingangsseite Durchblicke durch das Foyer und die Mensa bis ins Grün des Parks. In den Obergeschossen reihen sich jeweils vier Klassenräume mit einer Größe von je rund 70 m2 pro Geschoss um die durch eine Dachverglasung tagesbelichtete Treppe sowie die Servicezonen. Eine Besonderheit der Klassenräume sind die bodentiefen, zum Balkon öffnenden Fenstertüren. Der Balkon ist gleichermaßen Erweiterung des Lernraums nach außen als auch Fluchtweg und Zuwegung in den Schulhof. In den Lernclustern fördern viele verglaste Flächen die Kommunikation, das Parkett sorgt für Wohnlichkeit und Wohlbefinden. Die Materialität ist insgesamt wertig und zeigt die Wertschätzung für Bildung als gesellschaftliches Gut bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit des Gebäudes in Errichtung und Betrieb.
Nachhaltiges Gebäudekonzept
Besonderen Wert legte die Stadt Essen auf die Nutzung nachhaltiger Baustoffe und erneuerbarer Energien in dem kleinen Schulgebäude. Durch die Kombination energieeffizienter Anlagentechnik, wie einer Photovoltaikanlage, Wärmepumpen und moderner Lüftungstechnik mit einer gut gedämmten Gebäudehülle gelang es, für einen wirtschaftlichen, klimaneutralen Betrieb zu sorgen. Errichtet wurde das dreigeschossige Gebäude in Holzmodulbauweise. Für die Klassenzimmer, Büros, Mensa und Nebenräume wurden insgesamt 65 Module von der SH Holz & Modulbau in Lingen vorgefertigt.
Steinwolle-Dämmung und -Bekleidung
Die Fassadenbekleidung für den Schulbau sollte einerseits unterstreichen, dass er in Holzmodulbauweise entstanden ist, andererseits aber auch die gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz erfüllen. So entschied sich die Stadt Essen nicht nur für eine energetisch wirksame, nichtbrennbare Fassadendämmung aus Steinwolle von ROCKWOOL, sondern auch für eine Bekleidung aus Steinwolle des Tochterunternehmens Rockpanel. Eingesetzt wurden Tafeln der Serie „Woods“ im Design Buche. Sie wurden auf eine Aluminiumunterkonstruktion montiert.
Holzoptik mit Euroklasse A2
9 mm dicke Rockpanel Fassadentafeln erfüllen die Brandschutzvorgaben für ein Schulgebäude, denn sie entsprechen der Euroklasse A2. Zu verdanken haben sie ihre besonderen Eigenschaften dem Rohstoff, aus dem sie bestehen. Sie werden aus Steinwolle gepresst, die wiederum aus geschmolzenem Vulkangestein gesponnen wird. So vereinen Rockpanel Fassadentafeln in sich die Stärken von Stein mit den idealen Verarbeitungseigenschaften von Holz.
Pflegeleicht und revisionierbar
Tafeln im Design „Woods“ sehen Holz zum Verwechseln ähnlich, behalten aber ohne jede Wartung ihre ursprüngliche Farbigkeit. Im Gegensatz zu Holzfassaden verändern sich die Steinwolle-Tafeln auch unter Bewitterung nicht. Das Design der Serie „Woods“ entsteht durch den viermaligen Auftrag wasserbasierter Polymeremulsionsfarben und einer fünften „ProtectPlus“-Schutzschicht. Dank ihrer sehr glatten Oberfläche sind die Tafeln von Verschmutzungen leicht zu reinigen. Einzelne Tafeln können im Falle einer mechanischen Beschädigung einfach ausgetauscht werden. Eine besondere Behandlung von Sägekanten und Tafelrändern zum Schutz vor Feuchtigkeit ist nicht erforderlich. Das geringe Gewicht der Tafeln erleichtert außerdem ihre Montage.
Im Attikabereich und an den Fronten der Betonbodenplatten im Bereich der umlaufenden Laubengänge wurden Tafeln der Serie Rockpanel „Colours“ montiert. Sie strukturieren die Fassade mit ihrer vollflächig basaltgrauen, matten Farbigkeit. Insgesamt kamen an der Schule rund 1.500 m2 Fassadentafeln von Rockpanel zum Einsatz.
Steinwolle wird Steinwolle
Besonders nachhaltig macht die Platten von Rockpanel ihre Recyclingfähigkeit. Da sie im Kern aus hochverdichteter Steinwolle bestehen, können sie einfach in die gut funktionierende Wiederaufbereitung für diesen Baustoff eingegliedert werden. Ebenso wie Dämmstoffreste werden die Tafeln zerkleinert und durch Zugabe von Wärme zu Briketts gepresst, die als Rohstoff wie Vulkangestein aus der Natur zur Herstellung neuer nichtbrennbarer Fassadenbekleidungen oder Dämmstoffe genutzt werden.
Bautafel
Bauherr: Immobilienwirtschaft der Stadt Essen
Architekt: Sehw Architektur GmbH, Berlin
Verarbeiter Fassade: Schwerdt Bauelemente GmbH & Co.KG, Lingen
Holzmodulbau: SH Holz & Modulbau GmbH, Lingen
Produkte: Rockpanel Woods Buche und Rockpanel Colours RAL 7012
Fertigstellung: Oktober 2024
| Über Rockpanel
Rockpanel, eine Tochtergesellschaft des Steinwollproduzenten ROCKWOOL Group, ist einer der führenden Hersteller von hochleistungsfähigen Fassadenbekleidungen. Das Unternehmen hat sich Innovation und Nachhaltigkeit verschrieben. Rockpanel entwirft und produziert Fassadentafeln, die Ästhetik mit Langlebigkeit und Brandschutz verbinden. Unsere aus Vulkangestein hergestellten Produkte eignen sich ideal für eine Vielzahl von Anwendungen, für Wohnhäuser ebenso wie für gewerbliche Gebäude. Sie bieten Architekten und Bauherren die Vielseitigkeit und Qualität, die sie benötigen, um ihre Visionen zu verwirklichen. Die Lösungen von Rockpanel sind einfach zu verarbeiten und so konzipiert, dass sie jeder Witterung standhalten. Sie gewährleisten lang anhaltende Schönheit und Zuverlässigkeit. Rockpanel wurde 1993 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Roermond in den Niederlanden. Das Unternehmen hat Vertriebsbüros in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Polen und ist in ganz Europa tätig. |

Das architektonische Konzept der Sehw Architekten aus Berlin für ein Schulgebäude in Essen-Rüttenscheid nutzt die Topografie des Geländes. Im südwestlichen Bereich des Baufeldes, wo das Grundstück eine Senke bildet, ragt das Gebäude über das Terrain hinweg.

Die umlaufenden Balkone geben dem Gebäude Leichtigkeit. Im Attikabereich und an den Fronten der Betonbodenplatten im Bereich der umlaufenden Laubengänge wurden basaltgraue, matte Tafeln der Serie Rockpanel „Colours“ montiert.

Die mit Steinwolle gedämmten Fassadenflächen wurden mit Tafeln der Serie „Woods“ im Design Buche bekleidet. Sie wurden auf eine Aluminiumunterkonstruktion montiert. 9 mm dicke Rockpanel Fassadentafeln erfüllen die Brandschutzvorgaben für ein Schulgebäude, denn sie entsprechen der Euroklasse A2.

Rockpanel Fassadentafeln können mit handelsüblichen Werkzeugen für die Holzbearbeitung auf der Baustelle zugeschnitten und z. B. für die Bekleidungen von Laibungen eingesetzt werden. Die Nietenköpfe zur Befestigung der Tafeln liefert Rockpanel mit einem farbig, passend zur Tafel lackierten Kopf.

Tafeln im Design Woods sehen Holz zum Verwechseln ähnlich, behalten aber ohne jede Wartung ihre ursprüngliche Farbigkeit. Im Gegensatz zu Holzfassaden verändern sich die Steinwolle-Tafeln auch unter Bewitterung nicht.

Über die Balkone und das außen liegende Treppenhaus erreichen Schüler und Lehrer aus den Klassenräumen in den oberen Geschossen den Außenbereich. Sie fungieren so auch als sichere Fluchtwege.

Sollte einmal eine Fassadentafel im lebendigen Schulalltag mechanisch beschädigt werden, so kann sie einfach gegen ausgetauscht werden.

Häufig müssen Schüler und Lehrer in provisorischen Containerbauten die Zeit überbrücken, die vergeht, bis ihre Schule saniert wurde und wieder bezugsfertig ist. In Essen entschied man sich für einen dauerhaften und nachhaltigen Holzmodulbau, der abwechselnd Schülerinnen und Schüler mehrerer umliegender Schulen interimsweise beherbergt.

Auch in der Zukunft wird das schmucke Gebäude bei Arbeiten an umliegenden Schulen als komfortables Ausweichquartier genutzt.

Die raumhohen Holzfenster sorgen für viel Tageslicht und gemeinsam mit dem Parkettboden für eine natürlich wohnliche Atmosphäre in den Klassenräumen. Das äußere Erscheinungsbild der Schule an der Rosastraße harmoniert mit dieser Innengestaltung.
Bilder: Rockpanel®
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