29.06.2026: Mitgliederversammlung Bundesverband Porenbetonindustrie e.V. – Christian Bertmaring folgt als Vorstandsvorsitzender auf Heinz-Jakob Holland

Berlin – Die überwiegende Mehrheit der Porenbetonhersteller mit Werken in Deutschland ist Mitglied im Bundesverband Porenbetonindustrie e.V. (Berlin). Zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Verbandes trafen sich Unternehmensvertreter am 18. Juni in der Hansestadt Danzig. Dort wurde Christian Bertmaring (Baustoffwerke Havelland GmbH & Co. KG) zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes gewählt. Heinz-Jakob Holland (H+H Deutschland GmbH), fast auf den Tag genau 10 Jahre lang Vorstandsvorsitzender, bleibt als Bertmarings Stellvertreter Mitglied des vierköpfigen Vorstands, dem auch Julian Cirkel (Cirkel GmbH & Co. KG) und Frederic Dörlitz (HANSA Baustoffwerke Parchim GmbH) angehören.

Christian Bertmaring (48) ist seit 2001 in der Baustoffindustrie tätig und seit 2016 Geschäftsführer der Baustoffwerke Havelland sowie seit 2024 der Vestischen Hartsteinwerke. In dieser jüngst übernommenen Funktion gestaltet er u.a. die Entwicklung der Unika GmbH sowie der Porit Gruppe. Im Vorstand des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V. engagiert sich Bertmaring seit Mai 2017, seit Mai 2019 als stellvertretender Vorsitzender.

Heinz-Jakob Holland (67) ist seit 1989 als Geschäftsführer bzw. Vorstand für marktführende Unternehmen der Baustoffindustrie in Deutschland und Europa tätig. Im April 2016 wurde er in den Vorstand und zum Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V. gewählt, nachdem er im Herbst 2015 die Geschäftsführung der H+H Deutschland GmbH übernommen hatte. Heute verantwortet Holland die Verbandsarbeit von H+H in Deutschland.

Schulterschluss für die besten Lösungen
Bertmaring übernimmt den Vorstandsvorsitz in „enorm herausfordernden Zeiten“. Er sagt: „Wir brauchen jetzt mehr als jemals zuvor den Schulterschluss der Wissenschaft und Politik mit uns, den Unternehmen der Porenbetonindustrie.“ Gemeinsam habe man in den zurückliegenden Jahren Antworten auf die sozialen, ökonomischen und ökologischen Fragen des Wohnungsbaus gefunden. Parallel hätte die deutsche Porenbetonindustrie den Weg in die dekarbonisierte Zukunft der Porenbetonherstellung und des Baustoffs bis 2045 vorgezeichnet. „Aber nun gefährden die zahlreichen, oft globalen Krisen nicht nur unsere Innnovations- und Investitionskraft – vor allem in die unabdingbare Dekarbonisierung – sondern sogar den Fortbestand unserer Werke.“ Die Nachfrage sei massiv eingebrochen, seit Rohstoff-, Energie- und Transportkosten explosionsartig angestiegen sind.

Steigende Risiken
„Vieles blockiert aktuell das vor allem im Wohnungsbau dringend benötigte Wachstum“, so Bertmaring. Sieht sich die Porenbetonindustrie gezwungen, weitere Werke zu schließen, vergrößere dies die Probleme. Die Folgen seien noch jahrzehntelang zu spüren. In der Bauwirtschaft und in den Regionen. „Fachkräfte wandern ab, Arbeitsplätze und über Generationen geschaffene Werte gehen verloren. Das ist kaum umkehrbar. Wiedererstarkt die Baukonjunktur, werden mit jedem verlorenen Werk Lieferengpässe bei Porenbeton die Folge sein.“

Vor allem der Wohnungsbau habe über Jahrzehnte von der verlässlichen Bereitstellung hochwertiger Porenbetonsysteme profitiert. „Unsere Werke in Deutschland müssen erhalten bleiben, damit auch zukünftig bundesweit ein etablierter Baustoff zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in ausreichender Menge zur Verfügung steht“, unterstreicht Bertmaring.

Bewährter Baustoff
Der wertschätzende Blick auf den Baustoff Porenbeton sei aktuell allerdings „leider nicht en vogue“, so Holland. Seine Kritik an der politischen Bewertung neuerer Bauweisen: „Nicht alles, was als moderne, ökonomische und ökologische Alternative zum traditionellen Mauerwerksbau in den letzten Jahren gefördert wurde und zukünftig werden soll, erweist sich bei einer gründlichen, auch wissenschaftlichen Betrachtung als tatsächlich nachhaltiger.“

Die Wissenschaft habe u.a. gezeigt, dass gemauerte Gebäude aus zement- und kalkgebundenen Baustoffen wie Porenbeton und Kalksandstein in den vergangenen Jahrzehnten große Mengen CO2 aus der Umgebungsluft absorbiert und dauerhaft gespeichert haben. Trotzdem finde diese CO2-Einbindung (Recarbonatisierung) wenig öffentliche und kaum politische Beachtung. Ebenso würden weitere wichtige Kriterien für Nachhaltigkeit wie die hohe Wirtschaftlichkeit von Porenbetonmauerwerk und seine nachgewiesene Langlebigkeit nicht angemessen bei der Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden berücksichtigt. Über diese „Ignoranz“ werde er sich auch dann noch ärgern, wenn er nicht mehr in verantwortlicher Position für die Mauerwerksbranche tätig sei, so Holland.

„Kurz gesagt: Porenbeton überzeugt nach wie vor mit herausragenden Eigenschaften“, bekräftigt sein Nachfolger Christian Bertmaring. „Optimaler Wärmeschutz ohne zusätzliche Dämmung, Nichtbrennbarkeit, hohe Diffusionsfähigkeit und die effiziente Bauteilerstellung durch moderne Großformate empfehlen ihn auch heute als Baustoff und dauerhafte CO₂-Senke von morgen.“

 


Im Bild der Vorstand des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V.: von links Frederic Dörlitz, Heinz-Jakob Holland (stellvertretender Vorsitzender), Christian Bertmaring (Vorsitzender) und Julian Cirkel

 

Bild: Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.

Abdruck frei. Beleg erbeten an: Dr. Sälzer Pressedienst, Lensbachstraße 10, 52159 Roetgen

Weitere Informationen: Bundesverband Porenbetonindustrie e.V., Telefon (030) 25 92 82 14, E-Mail info@bv-porenbeton.de

 

Eine starke Gemeinschaft.
Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.
Zwölf Unternehmen produzieren in Deutschland Mauersteine aus Porenbeton. Die überwiegende Mehrheit von ihnen ist Mitglied im Bundesverband Porenbetonindustrie e.V. mit Sitz in Berlin. Der Bundesverband koordiniert ihre technisch-wissenschaftliche Arbeit und trägt mit eigener Forschungsarbeit und viel Engagement in z. B. Normungsausschüssen zur technischen Weiterentwicklung des Mauerwerksbaus bei. Er ist Ansprechpartner für Politik und Wissenschaft sowie seinerseits Mitglied verschiedener Dachverbände wie der DGfM Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. Der Bundesverband Porenbetonindustrie e.V. wirkt darüber hinaus in zahlreichen Gremien und Initiativen mit, die sich der Förderung nachhaltiger Bau- und Wohnungspolitik widmen. Auf europäischer Ebene ist er im Verband der Europäischen Porenbetonindustrie EAACA aktiv. Ziel des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V. ist es, allen Interessierten umfassende Informationen und praktische Hilfestellung in Fragen des modernen Mauerwerksbaus mit Porenbetonsteinen zu bieten.

  

So leicht, so einfach, so sicher.
Bauen mit Mauersteinen aus Porenbeton.
Mauersteine aus Porenbeton gehören in Deutschland seit den 1950er-Jahren zu den wichtigsten Baustoffen im modernen Wohnungsbau. Ihre Rohmasse besteht aus Quarzsand, Wasser, Kalk und/oder Zement, Anhydrit oder Gips, also aus nahezu unbegrenzt und überall verfügbaren Rohstoffen. Durch Zugabe geringfügiger Mengen Aluminiumpulver oder -paste erreichen die Hersteller wie ein Bäcker beim Backen durch Hefe, dass die Rohmasse Sauerstoff aufnimmt und einschließt. Der anschließend bei 190 Grad gehärtete Stein besteht in der Folge zu 80 Prozent aus Luft und nur zu 20 Prozent aus Feststoffen. Verarbeiter schätzen das geringe Gewicht der Porenbetonsteine. Menschen, die in einem Gebäude aus Porenbeton leben oder arbeiten, profitieren von einem behaglichen Klima in allen Räumen und den besonderen Materialeigenschaften des schadstofffreien Baustoffs. Höchster Wärmeschutz ohne zusätzliche Dämmung, angenehmes Raumklima und Wände mit einer glatten Oberfläche – monolithisches, nichtbrennbares Mauerwerk aus Porenbeton leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Wohnqualität in wertbeständigen Gebäuden. Wirtschaftlich und ökologisch zu bauen fällt mit Mauersteinen aus Porenbeton besonders leicht. Eine monolithische, innen und außen verputzte Wandkonstruktion aus Porenbeton bietet mit einer Mauerwerksdicke von 36,5 cm einen Wärmedurchgangskoeffizienten U = 0,21 W/(m²·K) und mit einer Mauerwerksdicke von 42,5 cm einen Wärmedurchgangskoeffizienten U = 0,18 W/(m²·K). Im Außenwandbereich können damit die Anforderungen des aktuell gültigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen erfüllt werden.

 

 

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